CIOFF-Logo Schriftzug
Inhalt TVG-Starkenburg Trachtenfeste Archiv Kontakt
Tanzendes Pärchen

Archiv:

Presseartikel

Aufführungen

Fahrten zu anderen Trachtenfesten

Ausflüge

Trainingswochenenden

alte Bilder


Festumzug nach Fahrplan

Tradition - Burg- und Trachtenfest Lindenfels: Warten, bis der Bus kommt - Heute Abschluss

beim Festumzug in Lindenfels
Kann auch entzücken Foto: Karl-Heinz Köppner

LINDENFELS (romy). Die Geduld der Zuschauer, die den Umzug zum Burg- und Trachtenfest in Lindenfels sehen wollten, wurde auf die Probe gestellt, denn erst, nachdem der Linienbus um 14.20 Uhr die Ortsdurchfahrt passiert hatte, konnte es endlich losgehen.

Das Warten hatte sich gelohnt: Das "rollende Heimatmuseum", Höhepunkt des jährlichen Burg- und Trachtenfestes, fand auch diesmal viel Anklang. Odenwälder Trachten, bunter Blumenschmuck, eindrucksvolle Pferdegespanne und flotte Marschmusik trafen den Geschmack des Publikums.

Angeführt von einer Reitergruppe und den Fahnenträgern, präsentierte sich die Stadtwache in historischen Gewändern. Die Festkapelle begleitete sie mit schmissiger Blasmusik.

Mit Liebe zum Detail präsentierten sich die traditionellen Motivwagen, die den Besuchern Einblicke in Sitten und Bräuche der Odenwälder geben sollten: Von der Spinnstube bis zum "Handstreich", vom romantischen Stelldichein eines Pärchens bis zum Brautpaar samt Eltern und Paten wurde vieles von dem gezeigt, was das Alltagsleben, aber auch die besonderen Festtage anno dazumal ausmachte. Immer wieder standen schmucke Trachten im Mittelpunkt. Mitwirkende beim Festzug waren die Trachtengruppe aus Fürth-Weschnitz, aus Heppenheim, Höchst, Beerfelden und aus Reichenbach. Mit bunten Kränzen und dem Nachwuchs, der teilweise in Bollerwagen gezogen wurde, hatten sich die befreundeten Vereine auf den Weg gemacht, um an diesem Sonntag im Burgstädtchen mit von der Partie zu sein.

Die musikalische Umrahmung übernahmen die Odenwälder Trachtenkapelle Fürth-Linnenbach, der Musikzug der Feuerwehr Winterkasten, Trachtenkapelle und Akkordeon-Orchester Lindenfels und die "Schlosswaldjäger".

Bei den Fußgruppen, darunter "Die Oalde" aus Lindenfels, der Nachtwächter, junge Feuerwehrleute mit einem alten Spritzenwagen, hatte sich Bürgermeister Michael Helbig eingereiht, der im Gefolge der Hochzeitsgesellschaft lief.

Hoch auf dem gelben Wagen thronten die Postillone der Postkutsche Lindenfels - Bensheim 1840. Der Kammerwagen zeigte das Schlafzimmer des Odenwälder Brautpaars mit rot-weiß karierter Bettwäsche, und auch an die "Brautkuh", die sicherlich die Mitgift darstellen sollte, war gedacht. In gemütlicher Runde, ohne Fernseher und Dosenbier, wurde im Gasthaus "Zur Burg Lindenfels" gebechert.

Die Apfelwein-Herstellung an der Kelter war einst ein schweißtreibendes Geschäft, ebenso wie die Arbeit in der Nagelschmiede, an der Grubensäge der Zimmerleute oder bei den Steinhauern. Der Festzug ließ dies alles lebendig werden. Der Festumzug bog in die Burgstraße ein. Mit Trachtentänzen und Blasmusik wurde auf der Burg weitergefeiert. Auf der Bühne unter dem Lindenbaum wurde getanzt und musiziert.

Am Samstag war das traditionsreiche Fest mit Burgbeleuchtung und einem Feuerwerk eingeläutet worden.

Etliche Gäste hatten an diesem Abend die Gelegenheit zum Wiedersehen mit Bekannten und Freunden und zum Tanz mit der Gruppe „Sentimental Gentlemen“ genutzt.

Das Lindenfelser Volksfest endet heute Abend nach drei Tagen bei Tanz- und Unterhaltungsmusik; am Vormittag steht der Frühschoppen auf dem Plan, und der Nachmittag ist mit Spielen und Märchen den jüngsten Besuchern gewidmet.


Letzte Änderung dieser Seite am 13.03.2015 von (unbekannt). Informationen unter birgit.jung@tvg-starkenburg.de