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Weinmarkt - Mehr als 300 Gäste füllen das Festzelt beim Seniorennachmittag - Kurzweilige Unterhaltung
Starkenburg
Mehr als 300 ältere Heppenheimer genossen das Programm beim Seniorennachmittag. Bild: Jährling

Noch mehr Gäste als im vergangenen Jahr waren der Einladung der Weinmarktbetreiber und des Caritasausschusses zum Seniorennachmittag in das Festzelt mit Unterhaltungsprogramm gefolgt.

HEPPENHEIM (dj). Bei "Worscht, Weck und Woi" gepaart mit warmen Temperaturen ließen es sich die Senioren an diesem Nachmittag besonders gut gehen. Vor drei Jahren wurde der Seniorennachmittag von Mittwoch auf Donnerstag verlegt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Woran das genau liegt, ist auch dem Geschäftsführer des Weinmarktes, Edgar Hörner, ein Rätsel. Ihn freut der Erfolg freilich. "Hier haben viele Seniorinnen und Senioren endlich mal wieder die Gelegenheit sich auszutauschen und zu erfahren, wie es dem einen oder anderen Weggefährten in letzter Zeit ergangen ist", sagte Hörner.

Fahrdienst für die Ortsteile

Dass das auch funktioniert, dafür sorgen die Fahrdienste des Malteser Hilfsdienstes, des Deutschen Roten Kreuzes und des Pfarrausschusses von der Gemeinde Sankt Peter. Sie bringen die über Siebzigjährigen aus der Kernstadt und den Ortsteilen ins Festzelt. Erbacher, Ober-Laudenbacher, Mittershäuser, Kirschhäuser, Sonderbacher, Hambacher, Wald-Erlenbacher und Kernstädter füllten das Festzelt am Nachmittag zu Hunderten in Windeseile, sodass kaum noch ein Sitzplatz übrig blieb. Auch die Magistratsmitglieder mit Bürgermeister Rainer Burelbach, der Seniorenbeirat und die Pfarrer Thomas Meurer, Frank Sticksel, Herbert Schega und Pfarrerin Karin Weißer waren zum Seniorennachmittag gekommen.

Gut angenommen wird die von einem Spender ausgeteilte "Flaaschworscht mit Weck", dazu Stemmler, Maiberg oder Rose und viel Wasser gepaart mit einem großen Unterhaltungsprogramm - was will man mehr. Allerdings reichten die Weck auch in diesem Jahr wieder nicht für alle, musste Else Adler vom Pfarrausschuss gestehen. Statt 280 wie im vergangenen Jahr wurden jetzt 300 Portionen bestellt. Ein weiterer Beleg für die Beliebtheit des Festes.

Viel Lob für die Betreiber des Festzeltes gab es von Burelbach. Nach Anfangsschwierigkeiten im vergangenen Jahr lief die Bewirtung durch den "Halben Mond" in diesem Jahr wie am Schnürchen. Die Gäste mussten keinen Durst leiden. Burelbach zollte Rese Rothermel und Else Adler von Sankt Peter Lob, die seit Jahrzehnten zum Gelingen beitragen. Dank sagte er auch den Helfern der Hilfsdienste, bei denen sich vor allem die Jüngeren mindestens einen halben Tag Urlaub nehmen müssen.

Vergnügt reihten sich die Senioren ein bei den Schunkelrunden, die Oskar Ringhof am Keyboard anstimmte, und sie sangen fleißig Volkslieder des Jahrgangschors 1939 mit. Besonders erfreute sie ein Medley mit Titeln wie "Schwarzbraun ist die Haselnuss", "Wandern ist des Müllers Lust" und "Im schönen Westerwald", das nahezu alle frei weg von der Leber mitsangen.

Christoph Zahn moderiert mit Witz

Charmant und mit viel Witz moderierte Christoph Zahn den Nachmittag. Er scheute nicht davor zurück, Pfarrer Schega zu veralbern, der bekanntlich dieses Jahr mit 70 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geht. Dies sei schon schmerzlich genug, doch fielen die Tränen der Wehmut noch dicker aus, wenn die Senioren wüssten, wo der Weststadtpfarrer hinzieht. "Unser Herr Pfarrer zieht nach Bensheim", rief Zahn mit gekonnt gespielter Entrüstung in die Menge und hatte die Lacher auf seiner Seite. Weil Schega in den Ruhestand geht, war es auch an ihm im Namen aller Heppenheimer Pfarrer ein Grußwort an die Senioren zu richten.

Zum guten Ton gehört es mittlerweile auch, dass die Gebietsweinkönigin den Senioren einen Besuch abstattet. Neben der Gebietsweinkönigin 2012, Melanie Hillenbrand aus Heppenheim, hatte auch die scheidende Bergsträßer Weinkönigin Franziska Jourdan aus Groß-Umstadt den Weg in die Kreisstadt gefunden. Sie erfreute mit einem Gedicht über das Älterwerden.

Großes Vergnügen bereitete den betagten Herrschaften die Auftritte der Jugend: Trompetenmelodien gab es von den Schülerinnen der Musikschule, Lena Thoß und Alena Kourychev. Zum Staunen brachten Saskia Silber und Anna Bernardini vom Turnverein Heppenheim (TVH) das Publikum. Sie zeigten kräftezehrende Akrobatikfiguren.

Doch wirklich strahlende Seniorenaugen gab es bei den Vorführungen der Kleinsten. Mit dem Lied "Unter dem Meer" und Tauchflossen an den Füßen präsentierten sich die Mädchen vom TVH. Bei der Trachtengruppe Mittershausen-Scheuerberg mit Gästen aus der Trachtengruppe Starkenburg erregte ein zweijähriger Lockenkopf die Aufmerksamkeit aller.


Letzte Änderung dieser Seite am 07.02.2015 von (unbekannt). Informationen unter birgit.jung@tvg-starkenburg.de